Mit Provenge Prostatkrebs bekämpfen?

Das amerikanische Pharmaunternehmen Dendreon hat seit 2010 eine Impfung für Prostatakrebspatienten unter dem Handelsname Provenge auf dem Markt.
Diese “Impfung”soll  therapeutisch bei solchen Patienten wirken soll, die bisher als “austherapiert” galten. Es handelt sich damit um eine Ansatz, der anders als bei traditionellen Impfungen den Prostatakrebs direkt angreifen soll.

Provenge  – Wie läuft die Behandlung ab?

Aus Patientenblut wird ein Teil der Abwehrzellen (nämlich die Monozyten) isoliert, welche dann mit dem Protein PA2024 während einer Dauer von  40 Stunden inkubiert vermischt und für 24 Stunden inkubiert werden. Der solchermaßen hergestellten “Mix” wird zurück in das Blut des Patienten infundiert. Damit können nach diversen Berichen die T-Lymphozyten die Krebszellen identifizieren und zerstören.

PA2024 kommt ausschließlich auf der Oberfläche der Krebszellen vor.
Das Fusionsprotein PA2024 besteht aus dem Enzym prostataspezifischer saurer Phosphatase (engl. prostatic acid phosphatase, PAP), das mit humanem Glykoprotein GM-CSF (engl. granulocyte macrophage colony-stimulating factor) verbunden ist. PAP ist dabei das Tumorantigen. Es wird von 95 Prozent der malignen Prostatazellen exprimiert, aber nicht von den gesunden.
…Kritiker bemängeln sowohl die hohen Kosten von Sipuleucel-T, mit durchschnittlich 23 000 US$ pro „gewonnenem“ Monat, als auch das Design der Studie. Dabei wurde Sipuleucel-T nicht im Vergleich zu einem anderen Therapeutikum, wie beispielsweise Docetaxel, getestet. In diesem Fall wäre dann möglicherweise keine signifikante Erhöhung der mittleren Überlebenszeit feststellbar gewesen

Quelle: Wikipedia

Diese kritischen Stimmen werden auch in der EU immer wieder gegen Provenge ins Feld geführt und haben bisher wohl dazu geführt, das Provenge noch nicht zugelassen wird.
Auch gibt es Berichte, die anmerken, daß die Hersteller von anderen Behandlungsformen, die nicht auf eine Heilung vom Prostatakrebs angelegt sind, alles versuchen würden, um die Zulassung von Sipuleucel-T zu verhindern.

"Impfung" mit Sipuleucel “Impfung” mit Sipuleucel

Wer profitiert von Provenge?

Patienten, die von Sipuleucel-T profitieren sollen , sind insbesondere die jenigen, die moderat ansteigenden PSA Werte haben, ohne extensive Metastasierung.

Der Impfstoff ist momentan wohl nur in  den USA unter dem Namen Provenge zugelassen (Wirkstoff Sipuleucel-T). In der EU/Deutschland wird mit einer Zulassung Mitte 2013 gerechnet.
Während die  Zulassung von Provenge in der BRD noch aussteht, taucht bereits ein neuer vielversprechender Wirkstoff auf: XL184 (Cabozantinib-ein Tyrokinasehemmer).
Handelsname: Cometriq (Firma Exelixis)
Dieser Wirkstoff soll das Tumor-Blutgefäßwachstum  hemmen.
Bei einer ersten Untersuchung zeigte sich bei 19 von 20 Patienten mit knochenmetastasiertem Prostatakarzinomen einen erheblicher Rückgang in einem sehr kurzen Zeitraum.
Bei einigen Patienten war das gesamte Skelett metastasenfrei. Weitere Untersuchungen, insbesondere was die Überlebenszeit angeht, stehen aus.

 

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